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Über Nacht ist die kleinste Bezirkshauptstadt der DDR zu einer sportlichen Größe mutiert und befindet sich im kollektiven Freudentaumel. Entgegen der Prognose zahlreicher Experten haben die Mannen der Betriebssportgemeinschaft Motor Suhl das Unmögliche wahrgemacht und steigen im vierten Anlauf tatsächlich in die höchste Spielklasse des Fußballs auf.
Die Suhler Elf gehört nun für eine volle Saison zu den besten 14 Mannschaften der ganzen Republik. Im Suhler Sportpark der Freundschaft gibt sich in den Folgemonaten die Elite der DDR-Kicker die Klinke in die Hand und tausende Zuschauer feuern in den Heimspielen ihre Suhler Helden an. |
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Auch knapp vierzig Jahre nach diesen glorreichen Tagen erfüllt uns die Erinnerung daran noch immer mit Stolz und zaubert uns so manches Lächeln in`s Gesicht. Denn das heutige Auestadion hat zwar den Namen gewechselt; ungewollt blieb hier jedoch der Charme der 80er Jahre bis jetzt erhalten.
Die eingefrorene Zeit in der damals hochmodernen Stadionuhr, der angerostete, standfeste Stadionzaun, der zeitweise bis zu 12.000 Zuschauer bändigte, der eigens für die Reporter errichtete „Presseturm“ und die legendäre Aschenbahn, über welche die Legenden des Oberhauses auf den Rasen schritten, verströmen noch immer den ostalgischen Hauch einer einmaligen Epoche, in der König Fußball für uns mehr als nur ein Anker war. |